Unser Hundebild

 

 

Jeder Hund ist ein Individuum und hat seine eigenen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften.

 

Wie auch wir Menschen, ist nicht jeder Hund für jede Arbeit geeignet.

 

Viele die mit Hunden arbeiten kategorisieren gern nach Hunderassen.

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass jede Hunderasse auch verschiedene Charakteren beinhaltet und nicht generell gesagt werden kann, dass ein Labrador immer gutmütig, freundlich und gefrässig ist und ein Deutscher Schäferhund nicht immer nervenfest, selbstsicher, aufmerksam und führig.

 

 

Es ist, vor allem in der Beziehung zum Menschen und somit in der Erziehung entscheidend, wie viel Führungsanspruch der jeweilige Hund beansprucht. Ein Hund mit wenig Führungsanspruch ist einfacher zu Führen, wie ein Hund mit hohem Führungsanspruch. Naja, eigentlich logisch oder? :)

 

Aus Menschenperspektive gesehen, ist es einfacher einen Menschen zu führen, der immer als „normaler“ Mitarbeiter tätig war (und somit eher wenig Führungsanspruch zeigt) als einen Chef zu führen, der viel Führung beansprucht.

 

Ich unterscheide zwischen drei verschiedenen Arten von Führung:

1. Der Chef Hund

2. Der Mitarbeiter Hund

3. Der Lehrlings Hund

 

Ein Lehrlings Hund wird, egal wie er geführt oder verstanden wird, immer zum Menschen aufschauen und diesen nur schon wegen dem Futter geben, dem warmen Hundebett und der Zeit die ihm geschenkt wird lieben.

 

Dies ist beim Mitarbeiter Hund nicht ganz so . Dieser bewertet den Menschen schon etwas kritischer, lässt sich aber mit den Basics des Hundeverständnisses überzeugen und führen. Wird jetzt aber ein Mitarbeiter Hund in die Chefposition gedrängt, weil der Mensch ihm stetig beweist, dass er ihn weder Verstehen noch Führen kann wird zwangsweise eine Überforderung resultieren, da der Hund dieser Situation nicht gewachsen ist. Dies hat meist zu folge, dass der Hund nicht mehr entspannen kann, plötzlich Agressivitäten zeigt oder andere Verhaltensauffälligkeiten entwickelt.

 

Nun ist es aber natürlich möglich, auch den Chef Hund zu führen, dafür braucht es aber gute Argumente wie:  Viel positive und überzeugende Energie, verständnisvolle, liebevolle, aber ganz klare und bestimmte Führung sowie gezielte Auslastung… Und wenn ein Chef merkt, dass die Qualität der Führung nachlässt, wird er automatisch in die Fussstapfen des Nachlässigen treten. So dass es ohne Hundeverständnis nicht mehr möglich ist, den Hund ruhig und entspannt zu führen.

 

 

Es kommt also darauf an, wie gut der Mensch den Hund versteht, ihm dieses Verständnis auch zeigt und ihn dazu noch klar und verlässlich führt.

Nur so kann ein Hund mit Führungsanspruch ein entspanntes Hundeleben geniessen und eine positive Gemeinschaft entstehen.